Website · Chatbot
Chatbot für die eigene Website
Ein Chatbot beantwortet Besucherfragen rund um die Uhr und fängt Interessenten ab, die sonst wieder weggeklickt hätten. Es gibt vier sehr unterschiedliche Wege dorthin – vom fertigen Werkzeug bis zur individuell gebauten Lösung. Hier finden Sie sie im Überblick, samt der Pflichten, die seit August 2026 gelten. Wer nicht nur den Chat, sondern auch Tickets und Telefon abdecken will, ist unter Kundenservice automatisieren richtig.
Die vier Wege im Überblick
1. Fertiges Tool
Ein Anbieter stellt den Bot, Sie füttern ihn mit Ihren Inhalten und binden ein kleines Skript in die Website ein. Die Anbieter beschreiben die Einrichtung als Sache von Minuten bis Stunden. Abgerechnet wird als laufendes Abo.
Passt für: Standardfragen, kleine Websites, schnellen Start.
2. Selbst bauen mit n8n
Wenn Sie ohnehin schon mit n8n arbeiten, lässt sich der Bot dort direkt bauen – verbunden mit CRM, E-Mail und Ihrer Wissensbasis. Kein zusätzliches Abo nötig.
Passt für: alle, die n8n schon nutzen.
3. Selbst gehostet
Open-Source-Software läuft auf Ihrem eigenen Server. Wo die Daten liegen, bestimmen Sie selbst – mit Ausnahme des Sprachmodells, das Sie anbinden. Dafür brauchen Sie jemanden für Einrichtung, Updates und Betrieb.
Passt für: strenge Datenschutz-Anforderungen.
4. Agentur
Ein Dienstleister baut den Bot individuell, bindet ihn an CRM, ERP oder Ticketsystem an und richtet die Übergabe an Menschen ein. Umfang, Dauer und Preis ergeben sich aus den Systemen, die angebunden werden.
Passt für: viele Systeme, komplexe Anforderungen.
Was Sie rechtlich beachten müssen
Ein Chatbot verarbeitet bei jeder Unterhaltung personenbezogene Daten. Das löst konkrete Pflichten aus – unabhängig davon, welchen der vier Wege Sie wählen:
- Kennzeichnung seit 2. August 2026. Artikel 50 Absatz 1 der KI-Verordnung verpflichtet den Anbieter des Systems, es so zu gestalten und zu entwickeln, dass die Nutzer erfahren, dass sie mit einem KI-System schreiben. Die Pflicht entfällt nur, wenn das aus Sicht einer angemessen informierten, aufmerksamen und verständigen Person unter Berücksichtigung der Umstände und des Nutzungszusammenhangs offensichtlich ist. Als Betreiber schulden Sie diese Information nach Absatz 1 nicht selbst – Sie sind aber darauf angewiesen, dass der Anbieter sie erfüllt, und sehen am Begrüßungstext, ob und an welcher Stelle sie kommt.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Nutzen Sie ein fremdes Tool, ist dessen Anbieter Ihr Auftragsverarbeiter. Viele Anbieter stellen den Vertrag kostenlos bereit, teils direkt online abschließbar.
- Datenschutzerklärung ergänzen. Sie muss den Chatbot benennen und erklären, welche Daten erhoben werden – in verständlicher Sprache, jederzeit einsehbar.
- Datensparsamkeit und Löschkonzept. Nur erheben, was nötig ist – und vorher festlegen, wann Gesprächsverläufe gelöscht werden.
- Serverstandort und Unterauftragnehmer prüfen. Wo die Daten verarbeitet werden, steht im AV-Vertrag. Läuft im Hintergrund das Sprachmodell eines Dritten, gehört auch dessen Standort in diese Prüfung – bei Verarbeitung außerhalb der EU brauchen Sie eine tragfähige Grundlage für den Datentransfer.
Das ist keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit lohnt sich fachlicher Rat, bevor der Bot online geht.
Anbieter im Überblick
Angaben laut den Websites der Anbieter. Links, Preisangaben und Anbieterangaben zuletzt vollständig geprüft am 26. Oktober 2026 (10/2026). Die Reihenfolge ist keine Rangfolge. Kein Anbieter bezahlt für seinen Eintrag, und wir erhalten derzeit auch keine Vergütung für vermittelte Anfragen. Beides kann sich ändern – bezahlte Platzierungen kennzeichnen wir dann unmittelbar am Eintrag als „Anzeige“, eine Vermittlungsvergütung weisen wir an dieser Stelle aus. Wie wir uns finanzieren, steht auf Transparenz.
Manche Einträge sind ausführlicher als andere. Der Grund ist immer derselbe: Diese Anbieter haben auf unsere Nachfrage geantwortet und uns Angaben geliefert, die wir sonst nicht hätten – im Eintrag als Angaben des Anbieters gekennzeichnet. Sie sind hier gelistet und etwas stimmt nicht oder fehlt? Schreiben Sie uns an kontakt@pontoit.de; wir ändern das kurzfristig. Und wenn Sie eine Agentur kennen, die hierher gehört – auch Ihre eigene –, schreiben Sie uns ebenfalls. Beides ist kostenlos und an nichts gebunden.
Chatvise
Fertiges Tool · Sitz Hallbergmoos · Wissensbasis aus Website, FAQ und PDFs
Chatbot-Baukasten für Websites, den der Anbieter als in wenigen Minuten einsatzbereit beschreibt: Name, Farben, Logo, Begrüßungsnachricht und Verhalten werden im Dashboard eingestellt, eingebunden wird per Code-Schnipsel, der laut Anbieter mit WordPress, Shopify, Wix, Webflow und anderen Plattformen funktioniert. Als Wissensquellen nennt Chatvise ein automatisches Website-Training, hinterlegte Geschäftsinformationen, strukturierte Fragen und Antworten, eine zusätzliche Wissensdatenbank sowie PDF-Dokumente; die PDF-Wissensdatenbank ist nach Anbieterangabe erst ab dem Advanced-Plan verfügbar. Kommt der Bot nicht weiter, fragt er nach Kontaktdaten oder übergibt an einen Live-Chat mit dem eigenen Team. Nach Angaben des Anbieters liegen die Chatverläufe bei Hetzner in Nürnberg; für die KI-Antworten werden Inhalte an OpenAI übermittelt, wobei eine Verarbeitung in den USA möglich ist (10/2026). Einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO stellt der Anbieter bereit. Eine pauschale Konformitätszusage gibt der Anbieter nach eigener Angabe ausdrücklich nicht; die Bewertung hänge vom konkreten Einsatz ab (10/2026). Eigene Seiten gibt es für E-Commerce und Handwerk; im Menü angelegt sind außerdem Fahrschulen, Hotels und Pensionen sowie Hausverwaltungen, dazu eine Lösungsseite zur Mandatsaufnahme für Kanzleien. Die veröffentlichten Tarife: Starter kostenlos mit 25 Credits im Monat, einer Domain und Anbieter-Wasserzeichen; Professional 39 € im Monat; Advanced 49 € im Monat mit drei Domains, ohne Wasserzeichen und mit Deutsch und Englisch; Enterprise 89 € im Monat. Bei jährlicher Zahlung nennt der Anbieter rund 20 Prozent Ersparnis. Hinter Chatvise steht ein Einzelunternehmen, das nach eigener Angabe als Kleinunternehmer nach § 19 UStG keine Mehrwertsteuer ausweist. Ein kostenloses Erstgespräch ist buchbar. Die Einrichtung durch den Anbieter ist optional und kostet laut Anbieter einmalig 99 € inklusive Mehrwertsteuer (10/2026).
Datenhaltung: Chatverläufe in Deutschland (Hetzner, Nürnberg), KI-Antworten über OpenAI mit möglicher Verarbeitung in den USA, nach eigener Angabe (10/2026) · Preis: ab 39 € im Monat, Einstiegstarif kostenlos
ChatBot4You (ConRat)
Fertiges Tool · Sitz Wanfried · Website und WhatsApp
Chatbot- und Live-Chat-Plattform der ConRat WebSolutions GmbH aus Wanfried in Hessen. Die Bots entstehen nach Angaben des Anbieters ohne Programmierkenntnisse in einem visuellen Editor; als Sprachmodell lässt sich nach Anbieterangaben zwischen ChatGPT, Llama, Mixtral und weiteren KI-Modellen wählen. Wissen zieht das System über einen Web- und PDF-Crawler automatisch aus der eigenen Website und aus Dokumenten. Neben der Einbindung in die Website nennt der Anbieter WhatsApp als Kanal, dazu Chat-Statistiken und eine Übergabe an Mitarbeitende, wenn der Bot an seine Grenzen stößt. Gehostet wird nach eigenen Angaben in Deutschland. Das Unternehmen gibt an, seit über 20 Jahren Internet-Lösungen anzubieten und über 250 aktive ChatBots zu betreuen. Seine Chatbot-Expertise datiert das Unternehmen auf das Jahr 2016. Die veröffentlichten Tarife: Starter 49 € im Monat mit 5.000 Anfragen und drei Mitarbeitenden, Power 99 € im Monat mit 10.000 Anfragen und fünf Mitarbeitenden, Performance 199 € im Monat mit 20.000 Anfragen, 15 Mitarbeitenden, mehrsprachigem Chat und API-Schnittstelle – jeweils zzgl. MwSt. Separat buchbar sind die moderneren KI-Modelle, die nach Verbrauch abgerechnet werden (Token-Prinzip), sowie WhatsApp als zusätzlicher Kanal; einen eigenen KI-Cloud-Server in Deutschland und ein Premium-SLA nennt der Anbieter ab dem Performance-Tarif auf Anfrage. 30 Tage lassen sich kostenlos testen; dabei wird laut Anbieter eine Zahlungsmethode hinterlegt, und das Abonnement beginnt nach Ablauf automatisch, sofern nicht vorher gekündigt wird.
Datenhaltung: Deutschland · Preis: ab 49 € im Monat zzgl. MwSt., KI-Modelle nach Verbrauch extra
OMQ
Fertiges Tool · Sitz Berlin · mit Backend-Anbindung
Kundenservice-Plattform der OMQ GmbH aus Berlin, nach eigenen Angaben 2012 gegründet. Der Chatbot ist einer von mehreren Bausteinen, die auf eine gemeinsame Wissensdatenbank zugreifen; statt vorgefertigter Dialoge erkennt das System die Absicht hinter einer Frage, unabhängig von der Formulierung, und antwortet nach Anbieterangaben in über 30 Sprachen. Als technische Grundlage nennt OMQ die ChatGPT-Engine von OpenAI. Über sogenannte AI Agents lassen sich auch Vorgänge im angebundenen System ausführen, etwa eine Adressänderung, eine Abfrage des Bestellstatus oder eine Kündigung. Einbinden lässt sich der Bot unter anderem auf der Website, in WhatsApp, im Facebook Messenger und in Zendesk; als Kunden nennt der Anbieter über 100 Unternehmen. Zur Datenhaltung nennt OMQ für den Voice Bot eigene deutsche Infrastruktur mit europäischem Hosting und eine Datenverarbeitung ausschließlich in Europa. Eine eigene Standortangabe zum Chatbot lag bei der Prüfung nicht vor. Die veröffentlichten Tarife reichen von Starter mit 160 € im Monat für eine reine Hilfeseite über Essential mit 490 € und Business mit 1.300 € bis Corporate mit 3.000 € im Monat, jeweils zzgl. MwSt. bei monatlicher Abrechnung; bei jährlicher und zweijähriger Abrechnung nennt der Anbieter niedrigere Monatspreise. Darüber hinaus nennt der Anbieter einen Tarif „Flex“ mit frei kombinierbaren Bausteinen zum Preis auf Anfrage. Im Tarif Essential ist wahlweise ein Chatbot oder ein Kontaktformular enthalten, ab Business beides; jeder weitere Chatbot kostet laut Preisliste 100 €.
Datenhaltung: deutsches Unternehmen; eigene deutsche Infrastruktur mit europäischem Hosting gibt der Anbieter für den Voice Bot an, zum Chatbot lag eine eigene Standortangabe bei der Prüfung nicht vor (nach eigener Angabe, 10/2026) · Preis: ab 490 € im Monat zzgl. MwSt. bei monatlicher Abrechnung (erster Tarif mit Chatbot oder Kontaktformular), ab 400 € bei zweijähriger Abrechnung (10/2026)
Groenewold IT Solutions
Agentur · Sitz Leer (Ostfriesland) · individuelle Entwicklung
Softwarehaus aus Leer in Ostfriesland, das Chatbots nach eigener Beschreibung individuell entwickelt statt Baukasten-Lösungen zu konfigurieren. Der Bot greift über Retrieval Augmented Generation auf die Unterlagen des Unternehmens zu – Handbücher, Prozessdokumente, FAQs, Wikis – dazu auf Daten aus CRM, ERP oder Ticketsystem. An Anbindungen nennt der Anbieter unter anderem Salesforce und HubSpot, Zendesk, OTRS und Jira Service Management sowie Confluence und SharePoint. Eskalationsregeln legen fest, ab wann an Mitarbeitende übergeben wird, etwa bei geringer Antwortsicherheit, bei sensiblen Themen oder auf Wunsch. Gehostet wird nach eigenen Angaben in deutschen oder europäischen Rechenzentren, auf Wunsch auch vollständig im eigenen Netz mit Open-Source-Modellen wie Llama oder Mistral; eine Datenschutz-Folgenabschätzung führt der Anbieter als Projektbestandteil auf, der den Aufwand nach eigenen Angaben erhöht. Nach Angaben des Anbieters finden alle Entwicklungsarbeiten in Deutschland statt, ohne Offshore-Teams (10/2026). Die Datenhaltung bezeichnet der Anbieter als auf die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung abgestimmt und weist ausdrücklich darauf hin, dass eine technische Umsetzung keine individuelle rechtliche Prüfung ersetzt (10/2026). Zur Dauer nennt der Anbieter 4 bis 8 Wochen bis zum ersten nutzbaren Bot und 3 bis 5 Monate für komplexere Bots mit mehreren Integrationen, Mehrsprachigkeit und umfangreichem Wissenssystem. Das Unternehmen begleitet nach eigenen Angaben seit 2010 B2B-Projekte und gibt an, über 250 Projekte umgesetzt zu haben. Feste Preise nennt Groenewold nach eigener Aussage bewusst nicht, veröffentlicht aber Orientierungswerte: ein einfacher FAQ-Chatbot mit einem Kanal und statischer Wissensbasis liegt demnach bei 10.500 bis 21.000 € zzgl. MwSt., Lösungen mit zwei bis drei Kanälen, dynamischer Wissensbasis und einer bis zwei Schnittstellen bei 21.000 bis 42.000 € zzgl. MwSt. Enterprise-Lösungen mit Multi-Kanal, CRM- oder ERP-Integration und Betrieb im eigenen Rechenzentrum nennt der Anbieter bei 42.000 bis 105.000 €; den Gesamtrahmen gibt er mit 10.500 bis 105.000 € zzgl. MwSt. an. Für den laufenden Betrieb nennt der Anbieter 70 bis 560 € im Monat zzgl. MwSt. für Hosting, nutzungsabhängige Modellkosten und 350 bis 1.400 € im Monat zzgl. MwSt. für Monitoring und Pflege. Das Erstgespräch ist nach Anbieterangaben kostenlos.
Datenhaltung: deutsche oder EU-Rechenzentren, auf Wunsch im eigenen Netz mit lokalem Modell · Preis: ab ca. 10.500 € zzgl. MwSt. für einen einfachen FAQ-Bot (Orientierungswert des Anbieters, 10/2026)
SNcom
Systemintegrator · Sitz Ahlen · herstellerunabhängig
Die SNcom GmbH aus Ahlen in Westfalen ist ein Systemintegrator, der sich selbst als herstellerunabhängig beschreibt und damit nicht an ein bestimmtes Chatbot-Produkt gebunden ist. Gegründet wurde das Unternehmen nach eigenen Angaben 2001. Das Leistungsspektrum reicht laut eigener Darstellung von Bedarfsanalyse und Beratung über die Einbindung in Website und bestehende IT – genannt werden unter anderem CRM-Systeme und E-Commerce-Plattformen – bis zum Training des Bots mit branchenspezifischen Daten und dem laufenden Nachschärfen der Antworten. Die Einbindung bezeichnet der Anbieter als plattformübergreifend, kompatibel und DSGVO-konform (nach Angaben des Anbieters, 10/2026). Mehrsprachige Bots führt SNcom als eigenen Leistungsbaustein auf. Über das Chatbot-Thema hinaus bietet das Unternehmen Beratung zu IT und Telekommunikation, individuelle Softwareanpassungen, Lösungen für Sicherheit und Compliance sowie Support und Managed Services an; daneben führt es mit der anyContact-Suite eigene Produkte für Contact-Center. Nach Angaben des Anbieters besteht eine Zertifizierung nach ISO 27001 seit 2022 (10/2026). Die Chatbot-Seite ist als Ratgeber aufgebaut und behandelt neben der Technik auch DSGVO-Anforderungen und den EU AI Act; sie ist mit Autorin, fachlicher Prüfung und Quellenverzeichnis ausgewiesen. Der Einstieg läuft laut Website über eine Kontaktaufnahme; als ersten Leistungsbaustein nennt der Anbieter Bedarfsanalyse und Beratung. Die Leistungen richten sich laut Website an Unternehmen jeder Größe und Branche.
Datenhaltung: richtet sich nach der gewählten Plattform, Einbindung in die bestehende IT des Kunden · Preis: bei der Prüfung nicht ermittelt
Flowise
Open Source · FlowiseAI Inc., Delaware/USA · Entwicklung eingestellt · selbst gehostet oder Cloud · Apache 2.0
Flowise bezeichnet sich als offene Entwicklungsplattform für KI-Agenten, in der sich Chat-Assistenten visuell zusammensetzen lassen – mit Zugriff auf eigene Dokumente (Retrieval Augmented Generation), Werkzeugaufrufen und einer menschlichen Freigabe an definierten Stellen. Für die Website gibt es ein einbettbares Chat-Widget, dazu eine API und SDKs für TypeScript und Python. Der Quellcode steht laut Lizenzdatei unter der Apache-Lizenz 2.0; ein als Enterprise gekennzeichnetes Verzeichnis sowie einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Dateien unterliegen einer kommerziellen Lizenz. Betreiben lässt sich Flowise auf eigener Infrastruktur, installiert über npm oder Docker, wahlweise im eigenen Netz – dann liegen Einrichtung, Updates, Sicherung und Modellanbindung bei Ihnen. Daneben betreibt FlowiseAI eine gehostete Variante: kostenlos mit zwei Flows und 100 Abfragen im Monat, Starter für 35 US-Dollar und Pro für 65 US-Dollar im Monat. Pro umfasst fünf Nutzer, jeder weitere kostet 15 US-Dollar im Monat; daneben nennt der Anbieter einen Enterprise-Tarif ohne veröffentlichten Preis. Die Preise sind laut Nutzungsbedingungen ohne Steuern und Abgaben angegeben. Welche Daten wohin fließen, hängt davon ab, welches Sprachmodell angebunden wird; Flowise nennt über 100 unterstützte Modelle, Embeddings und Vektordatenbanken. Hinter Flowise steht die FlowiseAI Inc., eine Gesellschaft nach dem Recht des US-Bundesstaates Delaware mit Anschrift in Beaverton, Oregon. Flowise gehört seit August 2025 zu Workday; die Nutzungsbedingungen von FlowiseAI Inc. beziehen die Workday Online Terms of Service ein. Der Anbieter hat die Weiterentwicklung eingestellt: Nach eigener Ankündigung endete die aktive Entwicklung am 29.07.2026, das GitHub-Repository wurde am 13.08.2026 archiviert und ist seither schreibgeschützt, für den 31.08.2026 nennt der Anbieter das Ende der offiziellen Betreuung durch das Kernteam. npm-Pakete und Docker-Images sind nach derselben Ankündigung seit dem 13.08.2026 als veraltet gekennzeichnet. Der Code bleibt unter Apache 2.0 abrufbar, und der Anbieter verweist ausdrücklich auf die Möglichkeit, das Repository zu forken. Die gehostete Variante war am 26.10.2026 weiterhin erreichbar und die Tarife weiterhin abrufbar; ein Abschaltdatum für die Cloud oder eine Frist für Datenexporte lag bei der Prüfung nicht vor.
Datenhaltung: selbst gehostet auf eigener Infrastruktur oder in der Flowise-Cloud, Sprachmodell frei wählbar · Preis: Self-Hosting ohne Lizenzgebühr, Cloud ab 35 US-Dollar im Monat · Stand: Entwicklung eingestellt, Repository seit 13.08.2026 archiviert (Prüfung 10/2026)
Häufige Fragen
Was kostet ein Chatbot für die Website?
Das hängt vom Weg ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Fertige Tools werden als Monatsabo abgerechnet, gestaffelt meist nach Zahl der Anfragen, Domains und Nutzerkonten. Bei selbst gehosteten Lösungen zahlen Sie keine Lizenzgebühr, dafür Server, Einrichtung und Pflege sowie die Nutzung des angebundenen Sprachmodells. Bei individuell gebauten Lösungen ergibt sich der Preis aus dem Aufwand. Was die Anbieter zu ihren Preisen sagen, steht bei den Einträgen oben. Wichtiger als die Zahl im Angebot ist, wonach abgerechnet wird – pro Gespräch, pro Nachricht, pro Anfrage oder pauschal –, was das Sprachmodell zusätzlich kostet und was passiert, wenn das Kontingent überschritten ist.
Nervt ein Chatbot meine Besucher nicht?
Wenn er aufdringlich aufpoppt und im Kreis antwortet: ja. Entscheidend sind zwei Dinge – er sollte nicht sofort ungefragt aufspringen, und er muss jederzeit an einen Menschen übergeben können. Ohne diesen Ausweg wird aus Hilfe schnell Ärger.
Woher weiß der Bot, was er antworten soll?
Aus dem, was Sie ihm geben: Ihre Website-Inhalte, FAQ, Produktinfos, teils auch PDF-Dokumente. Je besser dieses Material, desto besser die Antworten. Ein Bot ohne gepflegte Wissensbasis ist nutzlos – diese Vorarbeit nimmt Ihnen kein Anbieter ab.
Worauf sollte ich bei der Auswahl achten?
Vier Fragen helfen weiter, unabhängig vom Anbieter: Wo werden die Daten verarbeitet, und läuft im Hintergrund ein Sprachmodell eines Dritten? Gibt es einen AV-Vertrag, und wer sind die Unterauftragnehmer? Welche Quellen kann der Bot als Wissensbasis nutzen – Website, FAQ, PDFs, angebundene Systeme? Und wie sauber ist die Übergabe an einen Menschen geregelt, wenn der Bot nicht weiterkommt? Antworten darauf stehen meist in Datenschutzerklärung, AV-Vertrag und Leistungsbeschreibung.
Umsetzung anfragen
Sagen Sie uns kurz, welche Fragen Ihr Chatbot beantworten soll. Wir sehen uns Ihre Anfrage an und geben sie an die Anbieter aus dem Verzeichnis weiter, die fachlich dazu passen – es können sich also mehrere bei Ihnen melden. Kostenlos und unverbindlich.
Vielen Dank für deine Antwort. ✨
Wie wir mit Ihren Daten umgehen, steht in unserer Datenschutzerklärung.
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