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Sprachkanal · Telefonie

Voicebot

Ein Voicebot führt gesprochene Gespräche am Telefon: Er versteht das Anliegen, holt sich die nötigen Daten aus Ihren Systemen und handelt oder gibt an einen Menschen weiter. Hier finden Sie acht Anbieter aus dem deutschsprachigen Raum mit ihrer Technik, ihren Serverstandorten und ihrer Anbindung an vorhandene Telefonanlagen – alphabetisch, ohne Rangfolge, ohne bezahlte Plätze.

Diese Seite ist für Häuser mit einem Contact Center oder einer Telefonanlage, in die etwas integriert werden muss. Wenn Sie eine Praxis, eine Werkstatt oder einen Handwerksbetrieb führen und ein fertiges Produkt suchen, das ans Telefon geht, steht das auf der Seite KI-Telefonassistent.

Wie diese Liste entstanden ist

Ausgewählt wurden Anbieter mit Sitz im deutschsprachigen Raum, die Sprachdialog am Telefon als eigenes Produkt oder eigene Leistung anbieten und genug öffentlich über sich schreiben, dass sich die Angaben nachprüfen lassen.

Bezahlt hat niemand. Kein gelisteter Anbieter hat für seinen Eintrag gezahlt, und zu keinem der acht Unternehmen besteht eine Geschäftsbeziehung. Sollte es künftig bezahlte Platzierungen geben, tragen sie den Hinweis „Anzeige“ direkt am Eintrag.

Geprüft im August 2026. Für alle acht wurde dasselbe erhoben: Technik, Anbindung, Serverstandort, Betrieb im eigenen Haus, Zertifizierungen, Größe und Preis. Wo ein Anbieter etwas nicht veröffentlicht, steht „vom Anbieter nicht angegeben“ – das ist selbst eine Information und keine Kritik. Die Angaben stammen von den Websites und Impressen der Anbieter, sofern nicht ausdrücklich eine andere Quelle genannt ist.

Womit PontoIt Geld verdienen soll: mit der Vermittlung von Anfragen und, sichtbar gekennzeichnet, mit hervorgehobenen Plätzen. Bisher ist dafür kein Geld geflossen; Anfragen werden derzeit ohne Vergütung weitergeleitet. Mehr dazu unter Transparenz.

Was Sie rechtlich klären müssen, bevor der Bot ans Telefon geht

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung. Für Voicebots sind zwei Absätze einschlägig, und beide richten sich an den Anbieter des Systems. Nach Absatz 1 muss erkennbar sein, dass man mit einem KI-System spricht, sofern das nicht ohnehin offensichtlich ist. Nach Absatz 2 sind künstlich erzeugte Inhalte maschinenlesbar zu kennzeichnen – das betrifft jede synthetische Stimme. Als Betreiber sollten Sie sich schriftlich geben lassen, wie und an welcher Stelle im Gespräch der Hinweis erfolgt; im Zweifel steht Ihr Name auf der Rufnummer.

Drei Dinge kommen hinzu, die nichts mit der KI-Verordnung zu tun haben.

Stimmdaten sind personenbezogene Daten. Klären Sie, ob Gespräche aufgezeichnet werden, wie lange die Aufnahmen liegen und wer darauf zugreift. Was dabei sonst noch zu bedenken ist, steht auf der Seite KI und Datenschutz.

Der Betriebsrat bestimmt mit. Ein Voicebot im Contact Center erfasst, wie viele Gespräche die Mitarbeitenden übernehmen, wie lange sie dauern und wie sie ausgehen. Damit ist er eine technische Einrichtung im Sinne von § 87 Absatz 1 Nummer 6 Betriebsverfassungsgesetz. Ob jemand überwachen will, spielt dabei keine Rolle: Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts genügt es, dass die Einrichtung objektiv geeignet ist, Verhaltens- oder Leistungsdaten zu erheben. Wer den Betriebsrat erst nach dem Vertragsschluss einbindet, verliert Monate.

Bei Schweigepflicht gelten strengere Regeln. Arztpraxen, Kanzleien und Steuerberater unterliegen § 203 StGB. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag allein reicht dort nicht. Absatz 3 erlaubt zwar, „sonstige mitwirkende Personen“ einzubinden, soweit das erforderlich ist. Absatz 4 stellt es aber unter Strafe, wenn die Praxis oder Kanzlei den Dienstleister nicht förmlich zur Geheimhaltung verpflichtet – und der Dienstleister muss seinerseits seine Leute verpflichten. Alternativ läuft das System im eigenen Haus.

Das ist keine Rechtsberatung. Die KI-Verordnung wurde im Juli 2026 durch die Verordnung (EU) 2026/1744 geändert. Am Geltungsbeginn des Artikels 50 zum 2. August 2026 ändert das nichts; für Systeme, die vor diesem Tag auf den Markt kamen, greift die Kennzeichnungspflicht für synthetische Inhalte allerdings erst ab dem 2. Dezember 2026. Bei heiklen Anwendungen lohnt der Blick eines Fachanwalts auf den tagesaktuellen Stand.


Voicebot, Voice Agent, Telefonassistent, IVR: was gemeint ist

Vier Begriffe für Dinge, die sich technisch unterscheiden.

Ein IVR, das klassische Telefonmenü, ist kein Bot. „Für Vertrieb drücken Sie die Eins.“ Feste Auswahl, feste Wege, keine freie Sprache. Mehr als sechs oder sieben Menüpunkte lassen sich damit nicht sinnvoll abbilden.

Ein Voicebot im engeren Sinn erkennt gesprochene Sprache und ordnet sie vorher festgelegten Absichten zu. „Ich möchte einen Termin verschieben“ führt in den Termin-Ablauf. Was nicht vorgesehen wurde, versteht er nicht. Solche Systeme sind gut steuerbar und tun zuverlässig das, wofür jemand sie gebaut hat.

Ein Voice Agent arbeitet mit großen Sprachmodellen. Er ist nicht auf vorgedachte Absichten angewiesen, formuliert frei und schließt aus dem Zusammenhang. Das macht ihn flexibler und zugleich weniger vorhersehbar. Die meisten hier gelisteten Anbieter setzen inzwischen darauf, oft kombiniert mit festen Abläufen überall dort, wo das Ergebnis verbindlich sein muss. Im Sprachgebrauch werden beide Begriffe durcheinander verwendet; fragen Sie im Gespräch nach, was gemeint ist. Wie solche Systeme jenseits des Telefons aussehen, steht unter KI-Agenten.

Ein KI-Telefonassistent ist keine eigene Technik, sondern ein Zuschnitt: ein fertiges Produkt für einzelne Betriebe, meist mit eigener Rufnummer, Terminbuchung und Weiterleitung. Es wird gebucht, nicht integriert. Die Angebote dazu stehen auf der Seite KI-Telefonassistent. Für den schriftlichen Kanal ist Chatbot für die Website zuständig.

Was ein Voicebot übernimmt

  • Anrufe annehmen und einordnen, rund um die Uhr, ohne Warteschleife bei Standardanliegen.
  • Auskunft geben aus Ihren eigenen Systemen: Auftragsstand, Liefertermin, Vertragsdaten.
  • Termine buchen, verschieben, absagen, mit Rückschreiben in Kalender oder Fachanwendung.
  • Anliegen aufnehmen und weiterleiten, samt Gesprächszusammenfassung für den Menschen, der übernimmt.
  • Ausgehend anrufen, etwa für Terminerinnerungen oder Rückfragen zu offenen Vorgängen.
  • An Menschen übergeben, wenn er nicht weiterkommt – mit dem, was er bis dahin erfasst hat.

Was er nicht übernimmt: alles, was Ermessen verlangt. Eine Kulanzentscheidung, eine Beschwerde mit unklarer Rechtslage, ein Gespräch, in dem jemand aufgebracht ist – dafür ist er nicht gebaut, und die Anbieter behaupten das auch nicht. Der wirtschaftliche Gewinn liegt bei den immer gleichen Anliegen, die heute Ihre Leitung belegen: Wo ist meine Lieferung, wann habe ich Termin, wie ändere ich meine Adresse. Wie sich das über alle Kanäle zusammenfügt, steht unter Kundenservice automatisieren.

Fünf Fragen vor der Beauftragung

  • Wie kommt der Bot an die Telefonie? Drei Wege sind verbreitet: Der Anbieter stellt eigene Rufnummern und Leitungen, er wird über ein Gateway an Ihre vorhandene Anlage angebunden, oder Sie leiten Anrufe schlicht weiter. Der letzte Weg ändert an Ihrer Infrastruktur nichts, der erste bindet Sie am stärksten.
  • Wo läuft die Spracherkennung, wo das Sprachmodell? Das sind zwei verschiedene Fragen, und viele Anbieter beantworten nur die erste. Ein Anbieter kann in Frankfurt hosten und die Stimme trotzdem an einen amerikanischen Dienst schicken. Lassen Sie sich die gesamte Kette benennen, einschließlich der Unterauftragnehmer.
  • Welche Quote soll erreicht werden, und wie wird sie gemessen? Der Anteil der Gespräche, die der Bot ohne menschliche Hilfe zu Ende bringt, entscheidet über die Wirtschaftlichkeit. Lassen Sie sich sagen, welche Quote der Anbieter für Ihren Anwendungsfall erwartet, wie sie gezählt wird und was passiert, wenn sie ausbleibt.
  • Was passiert bei der Übergabe an einen Menschen, und was bei Störung? Bekommt der Mitarbeiter das Gespräch mitsamt Verlauf und erfassten Daten, oder fängt der Anrufer von vorn an? Wie schnell erreicht jemand einen Menschen, wenn er ausdrücklich darum bittet? Und weil ein Voicebot vor Ihrer Rufnummer sitzt: Klären Sie die zugesicherte Verfügbarkeit und ob Anrufe bei Ausfall in die normale Warteschleife laufen oder ins Leere.
  • Wem gehören die Dialoge, und wie wird abgerechnet? Monatliche Grundgebühr mit Inklusivminuten, reine Minutenabrechnung, Preis je Gespräch oder je gleichzeitiger Leitung – alle vier Modelle kommen vor; rechnen Sie mit Ihrem echten Anrufaufkommen durch und fragen Sie nach dem Preis jenseits des Kontingents. Ebenso wichtig: Wer baut die Dialoge, wer ändert sie später, und bekommen Sie sie beim Anbieterwechsel in einer Form heraus, mit der jemand anderes weiterarbeiten kann?

Was den Preis bestimmt

Vier Größen bestimmen die Rechnung. Das Anrufaufkommen ist die wichtigste, weil fast alle Modelle Minuten oder Gespräche zählen. Dazu kommt die Zahl der Anbindungen: Jedes System, aus dem der Bot Daten holen soll, muss angeschlossen und getestet werden. Die Zahl der Abläufe wirkt ähnlich, denn jeder einzelne wird gebaut, geprüft und später gepflegt. Und schließlich die Betriebsform – Betrieb beim Anbieter ist günstiger als eine Installation im eigenen Haus, kostet aber Kontrolle.

Veröffentlichte Preise sind in diesem Feld die Ausnahme. Von den acht gelisteten Anbietern nennt einer eine vollständige Preisliste: TENIOS beginnt bei 2.750 Euro netto im Monat für 6.000 Inklusivminuten und reicht bis 7.350 Euro für 45.000 Minuten, dazu einmalig 800 bis 1.200 Euro Einrichtung – je größer das Paket, desto niedriger die Einrichtungsgebühr. Die übrigen sieben rechnen individuell und veröffentlichen keine Beträge; welche Größenordnung dort gilt, lässt sich von außen nicht sagen. Cognigy beschreibt immerhin sein Abrechnungsmodell – nach Gesprächen, für die Telefonie nach gleichzeitigen Leitungen – ohne Zahlen zu nennen.

Neben dem laufenden Preis steht fast immer eine einmalige Einrichtung, und die wird gern übersehen. Bei TENIOS liegt sie zwischen 800 und 1.200 Euro; enthalten sind dort drei bis acht Expertentage. Was ein Anbieter unter Einrichtung versteht, geht allerdings weit auseinander – bei dem einen ist es die Freischaltung, bei dem anderen der gebaute Dialog. Fragen Sie deshalb nicht nach dem Betrag, sondern danach, was für ihn geliefert wird und was danach jede Änderung kostet.

Für Ihre eigene Anfrage heißt das: Holen Sie mehrere Angebote ein und lassen Sie sie auf dieselbe Grundlage rechnen, nämlich Ihr tatsächliches Anrufaufkommen über zwölf Monate.


Acht Anbieter, geprüft im August 2026

Die Reihenfolge ist alphabetisch und stellt keine Rangfolge dar. Für jeden Anbieter wurden dieselben sieben Punkte erhoben, jeweils an der Website und am Impressum des Unternehmens. Wo eine Angabe dort nicht zu finden war, steht das ausdrücklich im Eintrag. Geschätzt oder aus anderen Quellen ergänzt wurde nichts. Wie wir uns finanzieren, steht auf Transparenz.

AnbieterSitzAusrichtungServerstandortIm eigenen HausPreis veröffentlicht
assonoSchwentinental bei KielMittelstand, Verwaltungkeine Angabefür den Chatbot janein
bpcMünsterSAP-Umfeld, Verwaltungkeine Angabejanein
CognigyDüsseldorfContact Centerkeine Angabekeine Angabenein
ParloaBerlinContact Centerkeine Angabekeine Angabenein
SikomHeidelberggroße Contact CenterDeutschland, Betreiber nicht genanntjanein
TENIOSKölnMittelstand bis KonzernFrankfurt am Main, Betreiber nicht genanntkeine Angabeja
VIERHannoverContact Center im DACH-RaumFrankfurt am Main, Betreiber nicht genanntkeine Angabenein
viindWürzburgöffentliche VerwaltungDeutschland, Betreiber nicht genanntkeine Angabenein

assono

Sitz Schwentinental bei Kiel · Voicebot für Telefonie · erweiterbar um Chat und weitere Anwendungen

Die assono GmbH baut Voicebots für die Telefonie und bietet an, sie später um Chatbots und weitere KI-Anwendungen zu erweitern. Der Bot erkennt nach Anbieterangabe den Zusammenhang mithilfe großer Sprachmodelle, stellt bei Bedarf Rückfragen und kommt auch mit unterschiedlichen Sprechweisen und Dialekten zurecht. Genannte Anwendungen sind Terminvereinbarung, Datenerfassung und der Zugriff auf ein internes Telefonbuch; eine Anbindung an vorhandene Systeme ist vorgesehen, konkrete Telefonanlagen nennt die Produktseite nicht. Als Hörproben stehen Hotelbuchung, Adressänderung und Ausweisabholung bereit. Namentlich genannte Kundenstimmen auf der Voicebot-Seite – Stadt Bad Oeynhausen und Hamburger Kunsthalle – beziehen sich auf Chatbot-Projekte; Referenzen zum Voicebot nennt die Seite nicht.

Passt, wenn ein Ansprechpartner im norddeutschen Raum gesucht wird und der Bot später um weitere Kanäle wachsen soll. · Technik: große Sprachmodelle nach Anbieterangabe, ohne Nennung der Anbieter · Serverstandort: für den Voicebot vom Anbieter nicht angegeben; für den Chatbot nennt die Website den Betrieb auf eigenen Servern des Kunden · Zertifizierungen: vom Anbieter nicht angegeben · Größe: gegründet 2004, nach eigener Angabe 40+ Mitarbeitende an zwei Standorten, Schwentinental und Hamburg · Preis: vom Anbieter nicht veröffentlicht, weder für den Voicebot noch für den Chatbot; die Website führt zu einem Kostenrechner

bpc

Sitz Münster · Sprachdialog mit eigenem Gateway · Schwerpunkt SAP und öffentliche Hand

Hinter dem Kürzel steht die best practice consulting AG. Die Website beschreibt eine Voicebot-Lösung mit eigenem Voice Gateway und betont zugleich die Einbindung in vorhandene Landschaften. Genannt werden große Sprachmodelle, KI-Agenten, kontextbezogene Dialoglogik und Wissensdatenbanken; das Voice Gateway verbindet die virtuellen Agenten mit dem Kontaktcenter, der Name des zugrunde liegenden Frameworks wird nicht genannt. Angebunden werden SAP-Systeme sowie CRM-Daten und Kontaktprofile. Für Stimmen greift das Unternehmen auf Microsoft, Google, ElevenLabs und Nuance zurück, für Übersetzung auf DeepL, Microsoft oder Google – nach Anbieterangabe in über 100 Sprachen. Zielbranchen sind öffentliche Verwaltung, Ver- und Entsorgung, Gesundheitswesen und Finanzwirtschaft.

Passt, wenn SAP im Haus steht und der Sprachdialog dort andocken soll. · Technik: große Sprachmodelle, Anbieter nicht genannt; Stimmen von Microsoft, Google, ElevenLabs und Nuance · Serverstandort: vom Anbieter nicht angegeben; genannt werden die Betriebsformen öffentliche Cloud, private Cloud und Installation im eigenen Haus · Zertifizierungen: vom Anbieter nicht angegeben · Größe: gegründet am 1. Oktober 1999, über 300 Mitarbeitende an vier Standorten – Hamburg, Münster, Neuhausen am Rheinfall und Zürich · Preis: vom Anbieter nicht veröffentlicht

Cognigy

Sitz Düsseldorf · Plattform für Contact Center · Aufsatz auf vorhandene Infrastruktur

Die Cognigy GmbH betreibt die Plattform Cognigy.AI und tritt seit dem Abschluss der Übernahme durch NiCE am 8. September 2025 als NiCE Cognigy auf; im Impressum steht unverändert die Düsseldorfer Gesellschaft. Die Plattform ist als Aufsatz auf vorhandene Infrastruktur gedacht: Angebunden werden nach Anbieterangabe Avaya, Amazon Connect, Genesys, NiCE CXone, Microsoft und 8×8. Gearbeitet wird mit großen Sprachmodellen mehrerer Anbieter, kombiniert mit festen Abläufen; genannt werden über hundert Sprachen und Echtzeit-Übersetzung.

Passt, wenn ein Contact Center eines großen Herstellers bereits läuft und nur die Dialogschicht dazukommen soll. · Technik: große Sprachmodelle, laut Dokumentation unter anderem von OpenAI, Azure, Anthropic, Amazon Bedrock, Google und Mistral, kombiniert mit festen Abläufen · Serverstandort: vom Anbieter nicht angegeben; auch die Dokumentation zu den Sprachmodellen enthält keine Angabe zur Verarbeitungsregion · Zertifizierungen: ISO 27001, ISO 27701, ISO 42001, SOC 2 Type II, TISAX und BSI C5 · Größe: vom Anbieter nicht angegeben; die Website führt weder Gründungsjahr noch Mitarbeiterzahl auf einer erreichbaren Seite · Preis: vom Anbieter nicht veröffentlicht; abgerechnet wird nach Gesprächen, für die Telefonie nach gleichzeitigen Leitungen

Parloa

Sitz Berlin · Plattform für Contact Center · eigene Modelle einsetzbar

Die Parloa GmbH bietet eine Plattform zur Verwaltung von KI-Agenten über Telefon, Chat und Messenger. Neben Modellen von OpenAI, Google und Azure lassen sich nach Anbieterangabe eigene Modelle für Spracherkennung, Sprachausgabe und Textverständnis einbringen. Angebunden werden Genesys, Five9, Smile, Verint, Twilio, AWS Connect und Cisco sowie Salesforce, SAP, ServiceNow, Zendesk und Microsoft. Vor dem Livegang steht ein eigener Test- und Simulationsschritt.

Passt, wenn eigene Sprachmodelle zum Einsatz kommen sollen und vor dem Start ausgiebig getestet werden muss. · Technik: große Sprachmodelle von OpenAI, Google und Azure, wahlweise eigene Modelle des Kunden für Spracherkennung, Sprachausgabe und Textverständnis · Serverstandort: vom Anbieter nicht angegeben; das Trust Center spricht allgemein von großen Cloud-Anbietern, die nach BSI C5:2020 zertifiziert seien. Die Unterauftragnehmer sind benannt: Twilio, Datadog, Brevo, MongoDB und Microsoft · Zertifizierungen: ISO/IEC 27001:2022, ISO 17442:2020, SOC 2 Type 1 und 2, PCI DSS, HIPAA und DORA · Größe: nach eigener Angabe 380+ Mitarbeitende, Büros in Berlin, München und New York; ein Gründungsjahr nennt die Website nicht · Preis: vom Anbieter nicht veröffentlicht

Sikom

Sitz Heidelberg · Voicebot als Modul einer Contact-Center-Plattform · Betrieb im eigenen Haus möglich

Die Sikom Software GmbH bietet die modulare Plattform AgentOne, in der der Voicebot eines von mehreren Automatisierungsmodulen ist – daneben stehen Chatbot, E-Mail-Bot, Dialer, Feedback-Bot und ein KI Text Analyzer. Der Voicebot versteht nach Anbieterangabe natürliche Sprache, beantwortet Fragen und führt Aktionen selbstständig aus, mit frei konfigurierbaren Abläufen. Fremde KI-Lösungen lassen sich über eine offene Schnittstelle anbinden; eigene KI-Komponenten beschreibt die Website für den KI Text Analyzer, nicht für den Voicebot. Angebunden werden Kernanwendungen über eine offene Schnittstelle, für Microsoft Teams besteht eine eigene Anbindung. Als besondere Erfahrung nennt der Anbieter den Versicherungs- und Krankenkassenmarkt.

Passt, wenn ein großes Contact Center zu steuern ist und der Betrieb im eigenen Rechenzentrum stattfinden soll. · Technik: frei konfigurierbare Abläufe mit Anbindung fremder KI über eine offene Schnittstelle; die Anbieter der Sprachmodelle nennt die Website nicht · Serverstandort: nach Anbieterangabe eine öffentliche Cloud mit „Rechenzentrum und Cloud Provider komplett aus deutscher Hand“; Betreiber und Standort werden nicht genannt. Mit der Deutschen Telekom besteht eine Kooperation, deren technische Ausgestaltung der Anbieter nicht beschreibt. Entwicklung findet nach Anbieterangabe in Heidelberg und Zwickau statt. Betrieb wahlweise als öffentliche Cloud, private Cloud, gemischt oder im eigenen Haus · Zertifizierungen: EN ISO/IEC 27001:2017; das auf der Website abgebildete Zertifikat trägt eine Gültigkeit bis zum 31. Oktober 2025. Dazu CyberVadis Platin · Größe: gegründet 1998, nach eigener Angabe rund 60 Mitarbeitende, seit April 2026 Teil der BSI Software Gruppe · Preis: vom Anbieter nicht veröffentlicht

TENIOS

Sitz Köln · zugleich Telefonie-Anbieter · Preise veröffentlicht

Die TENIOS GmbH ist als Telekommunikationsanbieter unter Aufsicht der Bundesnetzagentur registriert und bringt Cloud-Telefonanlage, SIP-Trunk und Rufnummern mit. Die Sprachagenten übernehmen ein- und ausgehende Anrufe und holen sich nach Anbieterangabe während des Gesprächs Daten aus CRM, ERP, Helpdesk und Terminsystemen, über Webhooks, Schnittstellen oder direkte Datenbankabfragen. Je Ablauf können verschiedene Sprachmodelle zum Einsatz kommen.

Passt, wenn Telefonie und Bot aus einer Hand kommen sollen und der Preis vor dem Gespräch feststehen soll. · Technik: große Sprachmodelle, als Partner genannt Anthropic, ElevenLabs, Microsoft Azure, Colt, Intelegence und Commasoft; Voice Cloning wird angeboten · Serverstandort: Infrastruktur innerhalb der EU, gehostet in Frankfurt am Main; der Rechenzentrumsbetreiber wird nicht genannt · Zertifizierungen: ISO/IEC 27001:2022, PCI DSS SAQ A attestiert · Größe: nach eigener Angabe aktiv seit 2001, 70+ Mitarbeitende; die Unternehmensgruppe hat ihren Hauptsitz in Tallinn, die TENIOS GmbH ist die deutsche Gesellschaft · Preis: veröffentlicht, netto, zwölf Monate Laufzeit. Starter 2.750 Euro im Monat für 6.000 Minuten, Professional 4.120 Euro für 18.000 Minuten, Enterprise 7.350 Euro für 45.000 Minuten. Die Einrichtung kostet einmalig 1.200, 1.000 beziehungsweise 800 Euro, sinkt also mit der Paketgröße; Zusatzminuten kosten 46, 23 beziehungsweise 16 Cent. Enthalten sind drei, fünf oder acht Expertentage, jede Rufnummer kostet 5 Euro

VIER

Sitz Hannover · Gateway für fremde Bot-Plattformen · Rechenzentrum in Frankfurt

Die VIER GmbH ist 2021 aus dem Zusammenschluss von fünf deutschen Anbietern entstanden: 4Com, Lindenbaum, parlamind, PRECIRE und voiXen; später kamen Cognesys, VIER iusta und die Authensis AG hinzu. Für Sprachdialog sind zwei Bausteine gedacht: VIER Smart Dialog als Voice- und Chatbot auf Basis generativer KI, und das VIER Cognitive Voice Gateway, das textbasierte Bots telefoniefähig macht. Das Gateway ist herstelleroffen angelegt – angebunden werden nach Anbieterangabe unter anderem Genesys, Vodafone und die Deutsche Telekom sowie fremde Bot-Plattformen wie Cognigy, Google Dialogflow, Rasa, boost.ai, ChatGPT und Jovo.

Passt, wenn bereits ein Bot existiert, der ans Telefon soll, oder wenn der Serverstandort vertraglich festgelegt sein muss. · Technik: eigene KI-Modelle, dazu wahlweise externe Modelle über ein Gateway mit Pseudonymisierung; Spracherkennung von Microsoft, Google oder IBM, Sprachausgabe von Amazon, Microsoft, Nuance, Google oder IBM · Serverstandort: nach Anbieterangabe Verarbeitung und Speicherung in einem Rechenzentrum in Frankfurt, für Schweizer Kunden wahlweise in der Schweiz; der Rechenzentrumsbetreiber wird nicht genannt · Zertifizierungen: ISO 27001, Trusted Cloud, Zero Outage Certified Supplier der Deutschen Telekom, dazu die Siegel „Software Hosted in Germany“ und „Software Made in Germany“ sowie das BSFZ-Siegel · Größe: über 200 Mitarbeitende, Standorte in Hannover, Aachen, Berlin, Karlsruhe, Luzern und Posen, nach eigener Angabe über 1.000 Kunden im DACH-Raum · Preis: vom Anbieter nicht veröffentlicht

viind

Sitz Würzburg · Schwerpunkt öffentliche Verwaltung · Anbindung per Weiterleitung

Die viind GmbH richtet sich vorrangig an Städte, Kommunen, Landkreise und Ministerien; nach eigener Angabe setzen über 70 Verwaltungen die Lösung ein. Neben dem Voicebot für die Telefonie gehören ein Webchat, ein Avatar-Modul, Formular- und Terminbuchungsmodule, eine WhatsApp-Anbindung und ein zentrales Verwaltungsportal zum Angebot. Anrufe werden aus der vorhandenen Telefonanlage weitergeleitet; neue Rufnummern sind nach Anbieterangabe nicht nötig. Kann der Bot nicht helfen, gibt er an Mitarbeitende weiter. Die Entwicklung wurde von 2021 bis 2023 im Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert, unter dem Projektnamen SmartDialogue; diese Angabe stammt vom Ministerium, nicht von der Website des Anbieters.

Passt, wenn eine Behörde oder Kommune die Telefonzentrale entlasten will, ohne an der Telefonanlage etwas zu ändern. · Technik: KI-gestützte Spracherkennung in Echtzeit; als Sprachmodelle nennt die Website ChatGPT sowie GPT-3 und GPT-4, betrieben von einem nicht namentlich genannten Partner · Serverstandort: nach Anbieterangabe ISO-27001-zertifizierte Rechenzentren in Deutschland; für die GPT-Modelle nennt der Anbieter europäische Rechenzentren eines Partners. Betreiber und Standorte werden nicht genannt · Zertifizierungen: ISO 27001, dazu die Siegel „Software Hosted in Germany“ und „Software Made in Germany“ sowie das Prüfsiegel der Pfennigparade für digitale Barrierefreiheit · Größe: gegründet 2021, 20 Mitarbeitende an einem Standort · Preis: vom Anbieter nicht veröffentlicht


Häufige Fragen

Merken Anrufer, dass sie mit einer Maschine sprechen?

Sie sollen es merken. Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 der KI-Verordnung, dass die Interaktion mit einem KI-System erkennbar ist, sofern sie nicht ohnehin offensichtlich ist. Die Stimmen sind inzwischen gut genug, dass der Hinweis nötig ist – und er kostet nichts: Ein Satz zu Beginn genügt.

Was kostet ein Voicebot?

Von den acht gelisteten Anbietern veröffentlicht einer seine Voicebot-Preise: TENIOS beginnt bei 2.750 Euro netto im Monat für 6.000 Inklusivminuten. Die übrigen rechnen individuell und nennen keine Beträge. Welche Größenordnung dort gilt, lässt sich von außen nicht sagen – holen Sie mehrere Angebote ein und lassen Sie sie auf Ihr tatsächliches Anrufaufkommen rechnen.

Kann der Bot an unsere vorhandene Telefonanlage angebunden werden?

In der Regel ja, über drei Wege: Weiterleitung aus der Anlage, Anbindung über ein Gateway oder Rufnummern vom Anbieter selbst. Die Weiterleitung ist am schnellsten eingerichtet und ändert an Ihrer Anlage nichts. Welcher Weg vorgesehen ist, gehört vor der Unterschrift geklärt – nachträglich zu wechseln ist aufwendig.

Muss der Betriebsrat zustimmen?

Sobald der Bot erfasst, welche Gespräche Ihre Mitarbeitenden übernehmen und wie sie verlaufen, greift die Mitbestimmung nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 Betriebsverfassungsgesetz. Dabei kommt es nicht auf eine Überwachungsabsicht an, sondern darauf, ob das System objektiv geeignet ist, solche Daten zu erheben. Binden Sie den Betriebsrat früh ein.

Darf eine Arztpraxis oder Kanzlei einen Voicebot einsetzen?

Grundsätzlich ja, aber die Anforderungen sind höher, weil die Schweigepflicht nach § 203 StGB gilt. Infrage kommen Anbieter, die den Betrieb im eigenen Netz ermöglichen oder sich förmlich zur Geheimhaltung verpflichten lassen und ihre Mitarbeitenden entsprechend binden.

Sind hier alle Voicebot-Anbieter aufgeführt?

Nein. Aufgenommen sind Anbieter aus dem deutschsprachigen Raum mit erreichbarem Impressum, die genug öffentlich über sich schreiben, dass sich ihre Angaben prüfen lassen. Wenn Sie einen Anbieter kennen, der hierher gehört, schreiben Sie uns – die Aufnahme ist kostenlos und an nichts gebunden.

Passenden Anbieter anfragen

Beschreiben Sie kurz, wie viele Anrufe bei Ihnen anfallen und welche Telefonanlage im Einsatz ist. Wir sehen uns jede Anfrage von Hand an und geben sie an die Anbieter aus dem Verzeichnis weiter, die fachlich dazu passen – es können sich also mehrere bei Ihnen melden. Kostenlos und unverbindlich.

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Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir sehen sie uns an und melden uns bei Ihnen.

Wie wir mit Ihren Daten umgehen, steht in unserer Datenschutzerklärung.

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