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Compliance & Sicherheit · Datenschutzschulung

Datenschutzschulung für Mitarbeiter

Mitarbeitende, die mit personenbezogenen Daten arbeiten, müssen dafür sensibilisiert sein – das verlangt die DSGVO, ohne Format oder Turnus vorzuschreiben. Hier finden Sie fünf Anbieter für Mitarbeiterschulungen im Vergleich, dazu einen eigenen Abschnitt zur Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten, die etwas anderes ist als eine einfache Sensibilisierung. Beides wird auf dieser Seite bewusst getrennt gehalten.

Stand: September 2026. Dieser Text ist eine inhaltliche Einordnung und keine Rechtsberatung.

Wie diese Liste entstanden ist

Ausgewählt: Aufgenommen haben wir Anbieter, die Datenschutzschulungen für Mitarbeitende oder eine Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten als eigenständiges, öffentlich beschriebenes Angebot mit auffindbarem Impressum führen. Große Prüf- und Zertifizierungskonzerne lassen wir bewusst außen vor – PontoIt zielt auf Angebote, die für den Mittelstand zugänglich sind.

Bezahlt hat niemand: Kein Anbieter hat für die Aufnahme oder die Reihenfolge in dieser Liste bezahlt. Sollte sich das ändern, kennzeichnen wir eine bezahlte Platzierung unmittelbar am Eintrag als „Anzeige“.

Geprüft im Monat September 2026: Firmierung, Sitz und Preisangaben wurden im September 2026 gegen Impressum und Leistungsseiten der Anbieter geprüft. Wo eine Angabe – etwa ein Einzelpreis – nicht öffentlich auffindbar war, steht das so auf der Seite, statt geschätzt zu werden.

Womit PontoIt Geld verdienen soll: Wir planen, künftig gekennzeichnete Anzeigenplätze und eine Vergütung für vermittelte Anfragen anzubieten. Beides läuft heute noch nicht. Details stehen auf der Seite Transparenz.

Woher die Pflicht wirklich kommt

Eine oft gelesene Kurzformel lautet: „Artikel 39 DSGVO verpflichtet zur Mitarbeiterschulung.“ Das trifft den Wortlaut nicht genau. Artikel 39 Absatz 1 Buchstabe b DSGVO verpflichtet nicht Ihr Unternehmen, sondern den Datenschutzbeauftragten – und zwar zur „Überwachung der Einhaltung dieser Verordnung … einschließlich der Sensibilisierung und Schulung der an den Verarbeitungsvorgängen beteiligten Mitarbeiter“. Die Schulung selbst ist damit eine Aufgabe des Verantwortlichen, also Ihres Unternehmens; der Datenschutzbeauftragte überwacht, ob sie stattfindet, und schult in der Praxis häufig auch selbst.

Die eigentliche Rechtsgrundlage für die Schulungspflicht liegt an anderer Stelle: Artikel 24 und Artikel 32 DSGVO verlangen geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, damit personenbezogene Daten sicher verarbeitet werden – dazu gehört, dass die damit befassten Personen wissen, was sie tun. Eine feste Frist oder ein vorgeschriebener Turnus steht in keiner dieser Normen; üblich sind Empfehlungen von einer Auffrischung alle ein bis zwei Jahre, in datenintensiven Branchen auch häufiger. Ein eigener Bußgeldtatbestand für eine unterlassene Schulung existiert nicht – ein Bußgeld käme allenfalls mittelbar in Betracht, wenn ein tatsächlicher Datenschutzverstoß auf fehlende Sensibilisierung zurückgeht.

Quelle: Art. 39 Abs. 1 lit. b, Art. 24, Art. 32 DSGVO. Abgerufen im September 2026. Dies ist eine inhaltliche Einordnung, keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Zwei Angebote, die oft verwechselt werden

Wer „Datenschutzschulung“ sucht, meint meist eine kurze Sensibilisierung für die ganze Belegschaft: Was sind personenbezogene Daten, was darf ich damit tun, was nicht. Das ist etwas grundlegend anderes als die Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten – ein mehrtägiger Lehrgang mit Prüfung, der eine Person befähigt, die Rolle des internen oder externen Datenschutzbeauftragten selbst auszuüben. Beide Angebotsformen tauchen in Suchmaschinen unter ähnlichen Begriffen auf, kosten aber unterschiedlich viel und richten sich an unterschiedliche Personen. Diese Seite führt beide, hält sie aber sauber getrennt: zuerst die Mitarbeiterschulungen mit Vergleichstabelle und Anbieterboxen, danach ein eigener Abschnitt zur Ausbildung.

Von beidem zu unterscheiden ist die KI-Kompetenz-Schulung nach Artikel 4 der KI-Verordnung, die eine eigene, jüngere Pflicht betrifft und auf KI-Schulung für Mitarbeiter behandelt wird. Manche der hier gelisteten Anbieter führen beide Kursarten im Programm, weil sich die Zielgruppe überschneidet – die beiden Pflichten selbst haben aber unterschiedliche Rechtsgrundlagen und unterschiedliche Geltungsdaten.

Was eine Mitarbeiterschulung leisten sollte

  • Grundbegriffe. Was personenbezogene Daten sind, welche Verarbeitungsgrundsätze gelten und welche Rechte Betroffene haben.
  • Arbeitsalltag statt Theorie. Typische Situationen wie Weitergabe an Dritte, E-Mail-Verkehr, Aufbewahrung und Löschung.
  • Folgen bei Verstößen. Was bei einem Datenschutzvorfall passiert und wer wie meldet.
  • Ein Nachweis. Ein Zertifikat oder eine Teilnahmebestätigung, die sich für die eigene Dokumentation ablegen lässt.
  • Auffrischung. Ein Weg, neue Mitarbeitende nachzuschulen und den Stand nach einiger Zeit zu wiederholen.

Fragen, die vor der Buchung zu klären sind

  • Pro Kopf oder als Pauschale? Manche Anbieter berechnen pro Lizenz oder Kopf, andere eine Jahrespauschale mit gestaffeltem Aufschlag je Mitarbeiter. Bei schwankender Belegschaftsgröße macht das einen spürbaren Unterschied.
  • Wie lange ist eine Lizenz gültig? Manche Anbieter binden eine gebuchte Schulung an 365 Tage, andere an eine feste Teilnehmerzahl pro Medium. Wer während der Laufzeit neue Mitarbeitende einbindet, sollte das vorher klären.
  • Ist der Inhalt auf Ihre Branche zugeschnitten oder allgemein gehalten? Ein Grundlagenkurs deckt andere Fragen ab als eine Schulung mit Bezug zu Gesundheitsdaten, Finanzdaten oder Videoüberwachung.
  • Zählt die Teilnahme als Nachweis gegenüber einer Aufsichtsbehörde? Ein anbietereigenes Zertifikat ist kein amtliches Siegel. Was es taugt, ist die Dokumentation von Datum, Inhalt und Teilnehmerkreis – nicht der Name des Zertifikats.
  • Wie werden neue Mitarbeitende nachgeschult? Datenschutzschulung ist keine einmalige Sache. Fragen Sie, ob ein Nachbuchen einzelner Plätze möglich ist, ohne das ganze Paket neu zu kaufen.

Was den Preis bestimmt

Der größte Unterschied liegt im Abrechnungsmodell. Ein Teil der Anbieter berechnet einen Preis je Lizenz oder Kopf, der mit steigender Teilnehmerzahl sinkt; ein anderer Teil verlangt eine Jahrespauschale mit gestaffeltem Aufschlag je Mitarbeiter, unabhängig davon, wie oft die Schulung tatsächlich durchlaufen wird. Ein dritter Weg bündelt die Schulung in einen umfassenderen Compliance-Tarif, bei dem sich der Schulungsanteil nicht mehr isoliert beziffern lässt. Dazu kommt das Format: Ein kurzer Onlinekurs von wenigen Minuten kostet naturgemäß weniger als ein begleitetes Seminar mit Fallbeispielen aus der eigenen Branche.

Von den fünf hier gelisteten Anbietern veröffentlicht die Gesellschaft für Datenschutz einen Einstiegspreis von 6 € pro Person für die eigene Online-Mitarbeiterschulung, activeMind.academy eine Lizenzstaffel von 17 € (bei 10 Lizenzen) bis 12 € pro Lizenz (ab 500 Lizenzen), und IITR eine Jahrespauschale von 490 € zuzüglich 1,10 bis 1,35 € je Mitarbeiter und Jahr. WEKA MEDIA nennt für seinen WebTrainer 339,00 € netto beziehungsweise 403,41 € brutto als Jahrespreis für eine Online-Lizenz, die bis zu fünf Mitarbeitende abdeckt. heyData veröffentlicht keinen eigenständigen Schulungspreis; die Schulung ist Bestandteil der Compliance-Tarife des Anbieters.

Angaben laut den Websites der Anbieter, wo nicht anders gekennzeichnet. Links und Preisangaben zuletzt geprüft: 09/2026. Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Rangfolge. Kein Anbieter bezahlt für seinen Eintrag, und wir erhalten derzeit auch keine Vergütung für vermittelte Anfragen. Beides kann sich ändern – bezahlte Platzierungen kennzeichnen wir dann unmittelbar am Eintrag als „Anzeige“, eine Vermittlungsvergütung weisen wir an dieser Stelle aus. Wie wir uns finanzieren, steht auf Transparenz.

AnbieterSitzFormat MitarbeiterschulungDSB-AusbildungPreis
activeMind.academy (activeMind AG)MünchenE-Learning, Lizenzstaffellaut Anbieter Präsenzseminar in München, vier Tagesiehe Eintrag
Gesellschaft für Datenschutz mbHBraunschweigE-Learninglaut Anbieter Online-Seminar, drei Tagesiehe Eintrag
heyData GmbHBerlinDigitale Schulung im Compliance-Tarifbei der Prüfung nicht ermitteltsiehe Eintrag
IITR Datenschutz GmbHGröbenzellE-Learning, Jahrespauschale gestaffeltbei der Prüfung nicht ermitteltsiehe Eintrag
WEKA MEDIA GmbH & Co. KGKissingE-Learning, Jahreslizenz gestaffeltbei der Prüfung nicht ermitteltsiehe Eintrag

activeMind.academy (activeMind AG)

Sitz München · E-Learning und Präsenz-Ausbildung · Lizenzstaffel

Die activeMind AG betreibt mit activeMind.academy eine Lernplattform für Onlinekurse zu Datenschutz, Informationssicherheit, künstlicher Intelligenz und Compliance. Nach Anbieterangabe schult die Mitarbeiterschulung Datenschutz in einem E-Learning-Format mit Abschlusstest und Zertifikat; Lizenzen gelten 365 Tage. Daneben bietet activeMind.academy eine mehrtägige Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten als Präsenzseminar in München an, die mit einer Prüfung und Zertifikat abschließt und sich laut Anbieter an werdende Datenschutzbeauftragte und -koordinatoren richtet. Ein Jurastudium ist dafür nach eigener Aussage nicht erforderlich.

Datenhaltung: europäische Rechenzentren, bei Wartung und Support Übermittlung in die USA möglich (Angabe des Anbieters, 09/2026) · Preis Mitarbeiterschulung: ab 17 € je Lizenz, gestaffelt bis 12 € ab 500 Lizenzen · Preis DSB-Ausbildung: 1.990 € zzgl. MwSt. (vier Tage, Einzelmodule je 520 €)

Gesellschaft für Datenschutz mbH

Sitz Braunschweig · günstigster Einstiegspreis · DEKRA-Kooperationspartner

Die Gesellschaft für Datenschutz mbH mit Sitz in Braunschweig bietet ein browserbasiertes E-Learning zu den Grundlagen des Datenschutzes an, nach Anbieterangabe in maximal 60 Minuten mit automatischer Teilnahmeerinnerung und Zertifikat. Daneben führt das Unternehmen eine mehrtägige Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten als Online-Seminar in kleinen Gruppen, die mit einer separaten Zertifizierungsprüfung bei der DEKRA als Kooperationspartner abschließt; das Zertifikat trägt laut Anbieter die Bezeichnung „Fachkraft für Datenschutz“ und gilt drei Jahre.

Datenhaltung: lag bei der Prüfung nicht vor · Preis Mitarbeiterschulung: ab 6 € pro Person, keine Grundgebühr · Preis DSB-Ausbildung: 1.947 € zzgl. MwSt. Seminar plus 225 € zzgl. MwSt. Zertifizierungsprüfung (drei Tage)

heyData GmbH

Sitz Berlin · Schulung als Teil einer Compliance-Plattform · mehrere Themenbereiche

Die heyData GmbH mit Sitz in Berlin bietet Datenschutzschulungen für Mitarbeitende als digitale Schulung mit zentraler Verwaltung, Teilnahmeverfolgung und automatischer Zertifikatserstellung an. Nach Anbieterangabe ist das Angebot Teil einer breiteren Compliance-Plattform, die neben Datenschutz auch IT-Sicherheits-Awareness, KI-Kompetenz, Hinweisgeberschutz und Arbeitsschutz abdeckt. Eine eigenständige Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten führt der Anbieter nach unserer Recherche nicht.

Datenhaltung: lag bei der Prüfung nicht vor · Preis Mitarbeiterschulung: lag bei der Prüfung nicht vor, Bestandteil der Compliance-Tarife (Professional und Enterprise)

IITR Datenschutz GmbH

Sitz Gröbenzell · rund 50 E-Learning-Module · gestaffelte Jahrespauschale

Die IITR Datenschutz GmbH mit Sitz in Gröbenzell, Büro am Münchner Marienplatz, bietet nach Anbieterangabe ein webbasiertes E-Learning-Programm mit rund 50 Modulen aus den Bereichen Datenschutz, Informationssicherheit, Arbeitssicherheit sowie Compliance und KI. Die einzelnen Module dauern laut Website 5 bis 10 Minuten und sind mehrsprachig verfügbar. IITR ist bei PontoIt zusätzlich als Anbieter für externe Datenschutzbeauftragte gelistet; eine eigenständige Ausbildung zum internen Datenschutzbeauftragten war bei unserer Prüfung nicht auffindbar.

Datenhaltung: lag bei der Prüfung nicht vor · Preis Mitarbeiterschulung: 490 € Grundgebühr pro Jahr zzgl. MwSt., gestaffelt zusätzlich 1,10 bis 1,35 € je Mitarbeiter und Jahr

WEKA MEDIA GmbH & Co. KG

Sitz Kissing · WebTrainer als Online-Schulung · Fachverlag mit Datenschutz PRAXIS

Die WEKA MEDIA GmbH & Co. KG mit Sitz in Kissing ist ein Fachverlag, der neben Zeitschriften und Online-Portalen auch Schulungsprodukte vertreibt. Zur Mitarbeitersensibilisierung Datenschutz führt der Anbieter nach eigener Beschreibung den WebTrainer „Mitarbeiterschulung: Grundlagen des Datenschutzes (Büro & Verwaltung)“ – ein browserbasiertes E-Learning mit rund 20 Minuten Laufzeit, Beispielen aus dem Büroalltag und einer abschließenden Verständniskontrolle, nach deren Bestehen eine personalisierte Teilnahmebestätigung ausgestellt wird. Eine Lizenz deckt nach Anbieterangabe bis zu fünf Mitarbeitende ab, weitere Lizenzen lassen sich gestaffelt hinzubuchen; die Bezugsdauer beträgt ein Jahr und verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn nicht spätestens sechs Wochen vor Laufzeitende gekündigt wird. Unter der Marke Datenschutz PRAXIS betreibt dieselbe Gesellschaft zusätzlich ein Fachportal für Datenschutzbeauftragte mit Zeitschrift und redaktionellen Beiträgen – als eigenständiges Ausbildungsangebot zum Datenschutzbeauftragten war dort bei unserer Prüfung nichts auffindbar.

Datenhaltung: lag bei der Prüfung nicht vor · Preis Mitarbeiterschulung: 339,00 € netto / 403,41 € brutto als Jahrespreis für die Online-Version mit 5er-Lizenz, versandkostenfrei; bei mehreren Lizenzen gestaffelt


Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten

Wer nicht nur Mitarbeitende sensibilisieren, sondern eine Person zum internen Datenschutzbeauftragten ausbilden möchte, braucht einen anderen Angebotstyp: einen mehrtägigen Lehrgang mit Abschlussprüfung und Zertifikat einer Zertifizierungsstelle. Von den fünf oben gelisteten Anbietern führen zwei ein solches Programm im eigenen Haus, mit deutlich höheren Preisen als die einfachen Sensibilisierungskurse.

Die Gesellschaft für Datenschutz bietet ein dreitägiges Online-Seminar für 1.947 € zzgl. MwSt. an, mit einer separaten Zertifizierungsprüfung bei der DEKRA als Kooperationspartner für weitere 225 € zzgl. MwSt.; das Zertifikat „Fachkraft für Datenschutz“ gilt nach Anbieterangabe drei Jahre. activeMind.academy führt eine vier Tage dauernde Präsenzausbildung in München für 1.990 € zzgl. MwSt. durch, mit Abschlusstests je Modul und Zertifikat; einzelne Module lassen sich für je 520 € auch getrennt buchen. Bei unserer Prüfung war auf der Anbieterseite ein Durchlauf mit Terminen vom Oktober 2025 zu sehen – ein aktuellerer Termin für 2026 ließ sich zum Prüfzeitpunkt nicht auffinden, weshalb Sie den nächsten Termin direkt beim Anbieter erfragen sollten.

Wichtig für die Entscheidung: Eine Zertifizierung wie „Fachkraft für Datenschutz“ oder ein Kursabschluss macht aus einer Person nicht automatisch einen im rechtlichen Sinn geeigneten Datenschutzbeauftragten – die DSGVO verlangt Fachkunde und Unabhängigkeit, ein Kurszertifikat ist dafür ein Baustein, kein Freibrief. Wer stattdessen einen bereits qualifizierten externen Datenschutzbeauftragten beauftragen möchte, statt jemanden im eigenen Haus auszubilden, findet dazu eine eigene Vergleichsseite unter Externer Datenschutzbeauftragter.


Häufige Fragen

Ist eine Datenschutzschulung für Mitarbeiter gesetzlich vorgeschrieben?

Eine Sensibilisierung der mit personenbezogenen Daten befassten Mitarbeitenden ergibt sich aus den Pflichten zu geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Artikel 24 und 32 DSGVO, nicht aus einer eigenständigen Schulungsvorschrift. Wie genau, in welchem Format und wie oft, schreibt das Gesetz nicht vor.

Verpflichtet Artikel 39 DSGVO zur Schulung?

Nicht direkt. Artikel 39 Absatz 1 Buchstabe b DSGVO beschreibt eine Überwachungsaufgabe des Datenschutzbeauftragten – er soll die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden im Blick behalten. Ob und wie geschult wird, entscheidet das Unternehmen als Verantwortlicher.

Wie oft sollte eine Auffrischung stattfinden?

Eine feste gesetzliche Frist gibt es nicht. In der Praxis wird häufig ein Turnus von ein bis anderthalb Jahren empfohlen, in besonders datenintensiven Branchen auch alle drei bis sechs Monate. Maßgeblich ist, was zur eigenen Risikolage passt.

Was ist der Unterschied zur Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten?

Eine Mitarbeiterschulung sensibilisiert die gesamte Belegschaft in kurzer Zeit für die Grundlagen. Die Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten ist ein mehrtägiger Lehrgang mit Prüfung, der eine einzelne Person befähigen soll, die Rolle des Datenschutzbeauftragten selbst auszuüben – deutlich umfangreicher und teurer.

Was kostet eine Datenschutzschulung für Mitarbeiter?

Das hängt stark vom Anbieter und Abrechnungsmodell ab. Die hier gelisteten Preise reichen von 6 € pro Person bis zu Jahrespauschalen ab 490 €, je nach Format und Mitarbeiterzahl. Ein direkter Vergleich der Zahlen funktioniert nur, wenn Sie das Abrechnungsmodell mit einbeziehen.

Reicht ein einmaliges Zertifikat als Beleg gegenüber einer Aufsichtsbehörde?

Ein Zertifikat allein belegt vor allem die Teilnahme an einem bestimmten Termin. Entscheidend für eine spätere Prüfung ist eher die eigene Dokumentation: welche Maßnahme wann, mit welchem Inhalt und für welchen Personenkreis durchgeführt wurde.

Passenden Anbieter anfragen

Sagen Sie uns kurz, wie viele Mitarbeitende geschult werden sollen und ob es um eine einfache Sensibilisierung oder um die Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten geht. Wir sehen uns Ihre Anfrage an und geben sie an die Anbieter aus dem Verzeichnis weiter, die fachlich dazu passen – es können sich also mehrere bei Ihnen melden. Kostenlos und unverbindlich.

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Wie wir mit Ihren Daten umgehen, steht in unserer Datenschutzerklärung.

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