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Weiterbildung · Informationssicherheit

IT-Sicherheitsbeauftragter: Ausbildung und Lehrgänge

Wer im Unternehmen die Informationssicherheit steuern soll, besucht dafür meist einen Lehrgang mit Prüfung. Hier steht, wann ein Gesetz einen solchen Beauftragten ausdrücklich verlangt, wie sich IT-Sicherheitsbeauftragter, ISB und CISO zueinander verhalten und welche Akademien einen Lehrgang mit Zertifikat anbieten.

Stand: Oktober 2026. Dieser Text ist eine inhaltliche Einordnung und keine Rechtsberatung.

Wie diese Liste entstanden ist

Ausgewählt: Aufgenommen haben wir Lehrgänge, die ausdrücklich zum IT-Sicherheits- oder Informationssicherheitsbeauftragten ausbilden, mit einer Prüfung oder einem Zertifikat enden, auf einer eigenen Seite beschrieben sind und deren Anbieter ein prüfbares Impressum hat. Große Prüforganisationen stehen in der Liste, wenn sie Lehrgang und Personenprüfung selbst anbieten. Reine Auditor-Kurse sind nicht dabei. Schulungen für die ganze Belegschaft stehen auf Security-Awareness-Schulung, Beratung zum Aufbau eines Managementsystems auf ISO 27001 Beratung.

Bezahlt hat niemand: Kein Anbieter hat für die Aufnahme oder die Reihenfolge bezahlt. Sollte sich das ändern, kennzeichnen wir eine bezahlte Platzierung unmittelbar am Eintrag als „Anzeige“.

Geprüft im Oktober 2026: Firmierung, Sitz, Leistungen und Preisangaben haben wir im Oktober 2026 an Impressum und Leistungsseiten der Anbieter geprüft. Was sich dort nicht eindeutig belegen ließ, steht als „bei der Prüfung nicht ermittelt“ im Eintrag, statt geschätzt zu werden.

Womit PontoIt Geld verdienen soll: Geplant sind gekennzeichnete Anzeigenplätze und eine Vergütung für vermittelte Anfragen. Beides läuft heute noch nicht. Einzelheiten stehen auf der Seite Transparenz.

IT-Sicherheitsbeauftragter, ISB, CISO: wie die Namen zusammenhängen

Im Gesetz heißt die Rolle Informationssicherheitsbeauftragter, kurz ISB. So nennt sie das BSI-Gesetz für die Bundesverwaltung, und so nennt sie auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem IT-Grundschutz. Nach der Darstellung des BSI ist der ISB für alle Fragen rund um die Informationssicherheit in der Institution zuständig.

Die Anbieter verwenden die Namen weitgehend gleichbedeutend. Zwei Lehrgänge unten führen „IT-Sicherheitsbeauftragter“ und „Chief Information Security Officer (CISO)“ in einem Titel. Ein Anbieter lässt die Teilnehmenden wählen, ob das Zertifikat auf IT-Sicherheitsbeauftragter, Informationssicherheitsbeauftragter oder IT-Security-Beauftragter lautet. Für die Auswahl eines Lehrgangs zählt deshalb weniger der Name als der Inhalt: ISO/IEC 27001, IT-Grundschutz des BSI oder beides, und wer am Ende prüft.

Die Abschlüsse sind Zertifikate der jeweiligen Akademie, einer Kammer oder einer Personenzertifizierungsstelle. Prüfungsform, Zulassung und Gültigkeit legt die ausstellende Stelle fest, die Gültigkeit reicht in der Liste unten von zwei Jahren bis unbefristet.

Wann ein Gesetz einen Beauftragten verlangt

Seit dem 6. Dezember 2025 gilt in Deutschland das Gesetz zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie, mit dem das BSI-Gesetz neu gefasst wurde. Besonders wichtige und wichtige Einrichtungen müssen danach geeignete, verhältnismäßige und wirksame Maßnahmen zur Sicherheit ihrer Informationstechnik ergreifen und das dokumentieren (§ 30 BSIG). Zu den Mindestmaßnahmen gehören Konzepte zur Risikoanalyse, die Bewältigung von Sicherheitsvorfällen und grundlegende Schulungen. Betroffen sind in den Sektoren der Anlagen 1 und 2 des Gesetzes Unternehmen ab 50 Beschäftigten oder mit jeweils mehr als 10 Millionen Euro Jahresumsatz und Jahresbilanzsumme, Betreiber kritischer Anlagen unabhängig von der Größe (§ 28 BSIG).

Eine Pflicht, dafür einen Beauftragten zu bestellen, enthält § 30 BSIG nicht. Ausdrücklich in der Pflicht steht die Geschäftsleitung: Sie muss die Maßnahmen umsetzen, ihre Umsetzung überwachen und regelmäßig selbst an Schulungen teilnehmen (§ 38 BSIG). Ob ein Unternehmen diese Aufgaben einem ISB überträgt, entscheidet es selbst; die Benennung ist eine mögliche organisatorische Maßnahme, das ist aber Auslegung und kein Wortlaut des Gesetzes. Was NIS-2 sonst verlangt, steht auf NIS2-Umsetzung.

Ausdrücklich vorgeschrieben ist ein Beauftragter in den geprüften Gesetzen an zwei Stellen:

  • Bundesverwaltung. Jede Leitung einer Einrichtung der Bundesverwaltung bestellt einen Informationssicherheitsbeauftragten und mindestens eine Vertretung. Beide müssen die für ihre Aufgaben erforderliche Fachkunde erwerben und erfüllen ihre Berichts- und Beratungsaufgaben unabhängig und weisungsfrei (§ 45 BSIG).
  • Telekommunikation. Wer ein öffentliches Telekommunikationsnetz betreibt oder öffentlich zugängliche Telekommunikationsdienste erbringt, hat einen Sicherheitsbeauftragten zu bestimmen und ein Sicherheitskonzept zu erstellen (§ 166 TKG).

Für Betreiber kritischer Anlagen sieht das BSI-Gesetz zusätzlich weitergehende Maßnahmen und Systeme zur Angriffserkennung vor (§ 31 BSIG). Ein Beauftragter ist dort nicht vorgeschrieben. Für Finanzunternehmen unter der europäischen DORA-Verordnung gelten §§ 30 und 38 BSIG nicht (§ 28 Absatz 6 BSIG); deren eigene Regeln haben wir für diese Seite nicht ausgewertet.

Was das BSI zur Rolle des ISB schreibt

Das BSI beschreibt in seinem Online-Kurs zum IT-Grundschutz, welche Aufgaben ein ISB hat und wo er im Unternehmen angesiedelt sein sollte. Die Punkte stehen hier, weil sie zur Sache gehören – nicht als Empfehlung und nicht als Vergleich zu den Angeboten weiter unten.

  • Aufgaben. Den Sicherheitsprozess steuern, die Leitung bei der Sicherheitsleitlinie unterstützen, das Sicherheitskonzept koordinieren, Vorfälle untersuchen sowie Sensibilisierungen und Schulungen anstoßen.
  • Unabhängigkeit. Der ISB sollte direkt der obersten Leitung zugeordnet sein. Eine Einbindung in die IT-Abteilung kann zu Rollenkonflikten führen.
  • Datenschutz. Eine Personalunion mit dem Datenschutzbeauftragten ist nach Darstellung des BSI nicht unkritisch, die Schnittstellen müssen dann klar festgelegt sein.
  • Fortbildung. Ein ISB benötigt ausreichend Ressourcen und Zeit für die erforderlichen Fortbildungen.

Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Online-Kurs IT-Grundschutz, Lerneinheit 2.4 „Der Informationssicherheitsbeauftragte“, abgerufen im Oktober 2026.

Was die Lehrgänge behandeln

Die Lehrgänge unten setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Wiederkehrende Themen sind:

  • Managementsystem. Aufbau, Dokumentation und Betrieb eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) nach ISO/IEC 27001.
  • IT-Grundschutz. Die Vorgehensweise des BSI und ihr Verhältnis zur ISO-Norm.
  • Recht. NIS-2 und das BSI-Gesetz, Schnittstellen zum Datenschutz.
  • Risiko und Notfall. Risikoanalyse, Umgang mit Sicherheitsvorfällen, bei mehreren Anbietern Notfallmanagement nach BSI-Standard 200-4.
  • Sensibilisierung. Wie der Beauftragte Schulungen für die Belegschaft plant. Fertige Kurse dafür stehen auf Security-Awareness-Schulung.

Beauftragter, Auditor, Beratung: was wohin gehört

Ein Lehrgang zum Beauftragten bereitet auf die Rolle im eigenen Unternehmen vor. Wer Managementsysteme anderer prüfen will, sucht eher eine Auditor-Ausbildung. Soll ein Managementsystem erst aufgebaut werden, kann zusätzlich eine ISO-27001-Beratung hinzukommen. Und wer Datenschutz und Informationssicherheit in einer Hand sehen möchte, findet die Datenschutzseite auf Externer Datenschutzbeauftragter.

Fünf Fragen, bevor Sie einen Lehrgang buchen

  • ISO 27001, IT-Grundschutz oder beides? Richtet sich Ihr Unternehmen nach der ISO-Norm, nach dem IT-Grundschutz des BSI oder soll beides behandelt werden?
  • Wer prüft? Stellt die Akademie das Zertifikat selbst aus, prüft eine Kammer oder eine getrennte Personenzertifizierungsstelle? Beides kommt vor und sagt Unterschiedliches aus.
  • Wie lange gilt das Zertifikat? Manche Zertifikate laufen nach zwei oder drei Jahren ab und setzen für die Verlängerung Fortbildungen voraus.
  • Welches Format passt? Ein Präsenz- oder Live-Online-Lehrgang bündelt die Zeit in wenigen Tagen. Ein Selbstlernkurs lässt sich neben der Arbeit verteilen, verlangt aber eigene Zeitplanung.
  • Ist die Prüfung im Preis enthalten? Bei einigen Anbietern kommt die Prüfungsgebühr zum Lehrgangspreis hinzu.

Was den Preis bestimmt

Den Preis bestimmen Dauer und Format, die Betreuung während des Lehrgangs und die Prüfung. Eine Prüfung bei einer getrennten Zertifizierungsstelle kommt bei einigen Anbietern als eigene Gebühr dazu.

Die veröffentlichten Preise der Anbieter unten: Bitkom Akademie 2.200,00 € je Person zuzüglich Umsatzsteuer, ExperTeach 2.695 € zuzüglich Mehrwertsteuer für den Lehrgang, dazu 220 € für die freiwillige Prüfung, ExpertMe 2.241 € zuzüglich Mehrwertsteuer, Gesellschaft für Datenschutz 1.747 € zuzüglich Prüfungsgebühren und Mehrwertsteuer, IHK-Akademie Mittelfranken 2.150,00 € je Person ohne Umsatzsteuer einschließlich Zertifikatstest, LUTOP 2.616,81 € brutto für den Einzelkurs, TÜV Rheinland Akademie ab 3.105,00 € zuzüglich Mehrwertsteuer. Vergleichbar sind die Zahlen nur zusammen mit Umfang, Format und der Frage, ob die Prüfung enthalten ist.


Anbieter im Überblick

Angaben laut den Websites der Anbieter. Links und Preisangaben zuletzt geprüft: 10/2026. Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Rangfolge. Kein Anbieter bezahlt für seinen Eintrag, und wir erhalten derzeit auch keine Vergütung für vermittelte Anfragen. Beides kann sich ändern – bezahlte Platzierungen kennzeichnen wir dann unmittelbar am Eintrag als „Anzeige“, eine Vermittlungsvergütung weisen wir an dieser Stelle aus. Wie wir uns finanzieren, steht auf Transparenz.

AnbieterSitzFormatNachweisPreis
Bitkom Akademie (Bitkom Servicegesellschaft mbH)BerlinOnline-LehrgangPrüfung vor Ort oder online, freiwillig2.200,00 € pro Person zzgl. 19 % USt.
ExperTeach Gesellschaft für Netzwerkkompetenz mbHDietzenbach4 Tage, Berlin oder Live OnlineTeilnahmebescheinigung, freiwillige DGI-Prüfung2.695 € zzgl. MwSt. für den Lehrgang
ExpertMe Akademie (ExpertMe GmbH)Frankfurt am MainFernlehrgang, 32 UE, Start jederzeitOnline-Prüfung, Zertifikat der Akademie2.241 € zzgl. MwSt.
Gesellschaft für Datenschutz mbHBraunschweig3 Tage, 24 LerneinheitenZertifizierungsprüfung „Information Security Officer (DEKRA)“1.747 € zzgl. Prüfungsgebühren und MwSt.
IHK-Akademie MittelfrankenNürnbergVollzeit, 56 Stunden, NürnbergIHK-Zertifikat nach Zertifikatstest2.150,00 € pro Person, ohne Umsatzsteuer nach § 4 Nr. 21a) bb) UStG
LUTOP Datenschutz Akademie GmbHEssenOnline-Selbstlernkurs, 6 Monate ZugangOnline-Prüfung, Zertifikat der Akademie2.616,81 € brutto für den Einzelkurs
TÜV Rheinland Akademie GmbHBerlin32 UE, Präsenz oder Virtual ClassroomPersonenzertifikat PersCert TÜV, 3 Jahreab 3.105,00 € zzgl. MwSt.

Bitkom Akademie (Bitkom Servicegesellschaft mbH)

Sitz Berlin · Zertifikatslehrgang · ISO/IEC 27001 und IT-Grundschutz

Betreiberin der Bitkom Akademie ist laut Impressum die Bitkom Servicegesellschaft mbH mit Sitz in Berlin. Ihr Zertifikatslehrgang „IT-Sicherheitsbeauftragter (ITSiBe) / Chief Information Security Officer (CISO)“ behandelt ISO/IEC 27001 und 27002 sowie den IT-Grundschutz des BSI. Er richtet sich laut Website an IT-Leiter, IT-Fachkräfte, IT-Berater, Führungskräfte und auch an Datenschutzbeauftragte. Der Anbieter weist darauf hin, dass der Lehrgang Grundlagen vermittelt und kein Praxisworkshop zur Einführung eines ISMS ist.

Passt, wenn Sie Grundlagen nach ISO-Norm und IT-Grundschutz in einem Lehrgang suchen · Nachweis: freiwillige Prüfung zum Abschluss, vor Ort oder online · Preis: 2.200,00 € pro Person zzgl. 19 % USt.

ExperTeach Gesellschaft für Netzwerkkompetenz mbH

Sitz Dietzenbach · IT-Schulungsanbieter · Präsenz in Berlin oder Live Online

Die ExperTeach Gesellschaft für Netzwerkkompetenz mbH mit Sitz in Dietzenbach bietet die „Ausbildung zum IT-Sicherheitsbeauftragten (ITSiBe) / CISO“ gemäß ISO 27001 und BSI-Grundschutz an. Der Lehrgang dauert vier Tage und findet laut Terminliste in Berlin oder live online statt. Spezielle Vorkenntnisse setzt der Anbieter nicht voraus. Zu den Inhalten gehören laut Website NIS2 und KRITIS, Risikomanagement nach ISO 27005 und das Zusammenwirken mit dem Business Continuity Management nach ISO 22301.

Am letzten Kurstag kann eine schriftliche Prüfung der DGI AG abgelegt werden, für die nach Anbieterangabe 220 € zuzüglich Mehrwertsteuer extra anfallen. Das Zertifikat gilt zwei Jahre.

Passt, wenn Sie zwischen Präsenz und Live-Online wählen und die Prüfung getrennt buchen wollen · Nachweis: Teilnahmebescheinigung; freiwillige Prüfung zum IT-Sicherheitsbeauftragten (DGI) mit Zertifikat für zwei Jahre · Preis: 2.695 € zzgl. MwSt. für den Lehrgang

ExpertMe Akademie (ExpertMe GmbH)

Sitz Frankfurt am Main · Fernlehrgang · Start jederzeit

Die ExpertMe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main bietet über ihre ExpertMe Akademie eine Online-Ausbildung zum IT-Sicherheitsbeauftragten nach ISO 27001 an. Der Fernlehrgang umfasst nach Anbieterangabe 18 Module mit zusammen 32 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten und kann ohne feste Termine begonnen werden; ein NIS-2-Umsetzungskurs ist enthalten. Am Ende steht eine Online-Prüfung mit Ankreuzaufgaben. Das Zertifikat gilt laut Anbieter unbefristet. Ab zwei Teilnehmenden gewährt der Anbieter 30 % Mengenrabatt.

Passt, wenn die Ausbildung ohne feste Termine neben der Arbeit laufen soll · Nachweis: Online-Abschlussprüfung, Zertifikat der Akademie · Preis: 2.241 € zzgl. MwSt.

Gesellschaft für Datenschutz mbH

Sitz Braunschweig · Seminar mit externer Prüfung · auch als Inhouse-Schulung

Die Gesellschaft für Datenschutz mbH mit Sitz in Braunschweig bildet in einem Seminar zum „Information Security Officer (DEKRA)“ aus, also zum Informationssicherheitsbeauftragten nach ISO 27001. Das Seminar dauert laut Website drei Tage mit 24 Lerneinheiten und behandelt neben der Norm und dem IT-Grundschutz ein eigenes Kapitel zu NIS-2, die Risikoanalyse nach ISO 27005 und das interne Audit. Besondere Vorkenntnisse setzt der Anbieter nicht voraus. Für die anschließende Zertifizierungsprüfung muss das gleichnamige Seminar besucht werden. Als Inhouse-Schulung ist das Seminar live online oder vor Ort buchbar.

Passt, wenn Sie ein Seminar mit Prüfung bei einer externen Zertifizierungsstelle suchen · Nachweis: Zertifizierungsprüfung „Information Security Officer (DEKRA)“ · Preis: 1.747 € zzgl. Prüfungsgebühren und MwSt.

IHK-Akademie Mittelfranken

Sitz Nürnberg · Kammereinrichtung · Lehrgang in Vollzeit vor Ort

Die IHK-Akademie Mittelfranken ist eine Einrichtung der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken. Ihr Zertifikatslehrgang „IT-Sicherheitsbeauftragte/r (IHK)“ umfasst 56 Stunden in Vollzeit in Nürnberg und behandelt IT-Sicherheit, Datenschutz, NIS 2, die Grundlagen der ISO/IEC 27001 und den IT-Grundschutz. Vorausgesetzt wird ein Grundverständnis in der Informationstechnik. Der Zertifikatstest am Ende besteht aus Multiple-Choice- und offenen Fragen. Für das IHK-Zertifikat sind 80 % Anwesenheit und mindestens 50 % der Punkte nötig. Lehrgangsunterlagen, Test und Mittagessen sind laut Anbieter im Preis enthalten.

Passt, wenn Sie einen Lehrgang in Vollzeit bei einer Kammereinrichtung suchen · Nachweis: IHK-Zertifikat nach bestandenem Zertifikatstest · Preis: 2.150,00 € pro Person, ohne Umsatzsteuer nach § 4 Nr. 21a) bb) UStG

LUTOP Datenschutz Akademie GmbH

Sitz Essen · Online-Selbstlernkurs · Video, PDF und Audio

Die LUTOP Datenschutz Akademie GmbH mit Sitz in Essen bietet eine Online-Ausbildung zum IT- bzw. Informationssicherheitsbeauftragten an. Gelernt wird im eigenen Tempo mit Videos, PDF-Unterlagen oder Audiodateien; der Einzelkurs gibt sechs Monate Zugang und enthält einen NIS-2-Umsetzungskurs. Am Ende steht eine Online-Prüfung mit Multiple-Choice-Fragen. Das Zertifikat ist nach Anbieterangabe keine ISO- oder BSI-Personenzertifizierung; der Titel ist wählbar. Eine zweite Person derselben Organisation erhält laut Website ohne Aufpreis Kurszugang, Prüfung und Zertifikat.

Passt, wenn zwei Personen aus einem Unternehmen online im eigenen Tempo lernen sollen · Nachweis: Online-Prüfung, Zertifikat der Akademie · Preis: 2.616,81 € brutto für den Einzelkurs

TÜV Rheinland Akademie GmbH

Sitz Berlin · Seminar mit Personenzertifizierung · Präsenz oder Virtual Classroom

Die TÜV Rheinland Akademie GmbH mit Sitz in Berlin bietet das Seminar „IT-Security-Beauftragter (TÜV)“ an. Es umfasst 32 Unterrichtseinheiten an vier Seminartagen, in Präsenz oder im Virtual Classroom, und richtet sich laut Website an Einsteiger in die Informationssicherheit. Der Schwerpunkt liegt auf der Einführung eines ISMS nach ISO 27001; behandelt werden auch IT-Grundschutz, NIS2 und das Notfallmanagement nach BSI-Standard 200-4.

Am letzten Seminartag folgt die Prüfung bei PersCert TÜV, der Personenzertifizierungsstelle von TÜV Rheinland. Das Zertifikat entspricht nach Anbieterangabe der ISO/IEC 17024 und gilt drei Jahre. Der angegebene Ab-Preis ist laut Website der niedrigste verfügbare Gesamtpreis je Person.

Passt, wenn Sie ein Personenzertifikat mit festgelegter Gültigkeit und Rezertifizierung suchen · Nachweis: Prüfung bei PersCert TÜV, Personenzertifikat für drei Jahre · Preis: ab 3.105,00 € zzgl. MwSt.


Häufige Fragen

Ist ein IT-Sicherheitsbeauftragter Pflicht?

In den geprüften Gesetzen ausdrücklich nur für Einrichtungen der Bundesverwaltung (§ 45 BSIG) und als Sicherheitsbeauftragter für Anbieter öffentlicher Telekommunikationsnetze und -dienste (§ 166 TKG). Unternehmen, die unter NIS-2 fallen, müssen Risikomanagementmaßnahmen ergreifen; die Verantwortung dafür liegt bei der Geschäftsleitung. Ob sie die Aufgaben einem Beauftragten überträgt, entscheidet das Unternehmen.

Wer kann IT-Sicherheitsbeauftragter werden?

Anforderungen an die Person regeln die geprüften Gesetze nur für die Bundesverwaltung: Dort muss der ISB die erforderliche Fachkunde erwerben (§ 45 Absatz 2 BSIG). Das BSI hält fest, dass ein ISB Erfahrung in Informationssicherheit und IT haben und die Geschäftsprozesse kennen sollte. Eine Einbindung in die IT-Abteilung kann nach Darstellung des BSI zu Rollenkonflikten führen; zur Wahrung der Unabhängigkeit sollte der ISB direkt der obersten Leitung zugeordnet sein.

Ist das Zertifikat ein staatlich anerkannter Abschluss?

Die Zertifikate stellen Akademien, Kammern oder Personenzertifizierungsstellen aus, und jede Stelle legt Prüfung und Gültigkeit selbst fest. In der Liste oben reicht das von einem Zertifikat der Akademie ohne Ablaufdatum bis zu einem Personenzertifikat nach ISO/IEC 17024, das nach drei Jahren erneuert werden muss.

Was kostet die Ausbildung zum IT-Sicherheitsbeauftragten?

Die veröffentlichten Preise in der Liste oben liegen zwischen 1.747 € zuzüglich Prüfungsgebühren und Mehrwertsteuer und ab 3.105,00 € zuzüglich Mehrwertsteuer. Vergleichbar sind die Zahlen nur zusammen mit Dauer, Format und der Frage, ob die Prüfung enthalten ist.

Muss die Geschäftsleitung selbst geschult werden?

Bei Einrichtungen, die unter NIS-2 fallen, ja: Die Geschäftsleitung muss nach § 38 Absatz 3 BSIG regelmäßig an Schulungen teilnehmen. Ein ISB-Lehrgang ist dafür nicht vorgeschrieben. Mehr dazu auf NIS2-Umsetzung.

Passenden Anbieter anfragen

Schreiben Sie uns, wie viele Personen ausgebildet werden sollen und ob Sie einen Lehrgang vor Ort, live online oder zum Selbstlernen suchen. Wir sehen uns Ihre Anfrage an und geben sie an die Anbieter aus dem Verzeichnis weiter, die fachlich dazu passen – es können sich also mehrere bei Ihnen melden. Kostenlos und unverbindlich.

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Wie wir mit Ihren Daten umgehen, steht in unserer Datenschutzerklärung.

Sie bieten eine Ausbildung zum IT-Sicherheitsbeauftragten an? Der Eintrag in dieser Übersicht ist kostenlos. Wie Sie aufgenommen werden, steht auf Gelistet bei PontoIt.

Weitere Themen: ISO 27001 Beratung · NIS2-Umsetzung · Security-Awareness-Schulung · Externer Datenschutzbeauftragter · Datenschutzschulung für Mitarbeiter · KI-Beauftragter